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„Ihr beschützt uns nicht!“ Die Do-it-Yourself Praxis im Lager Niedstraße. Aus einem Interview mit einer Überlebensexpertin (*Name verändert)

English

Ich treffe Nira in einem Park irgendwo im Südwesten von Berlin. Nira und ich haben beschlossen uns regelmäßig zu treffen und gemeinsam kleinere Artikel über die Situation in den Berliner Lagern zu schreiben. Dieses Mal wollen wir ihre Erfahrungen mit den Sozialarbeiter*innen in dem Niedstraßen-Lager teilen, ein Lager für Frauen und Kinder in Friedenau. Ungefähr 320 Frauen und 80 Kinder leben dort. Das Lager wird von der Sozialen Initiative Niederlausitz (SIN) betrieben. Nira hat ungefähr 10 Monate in der Niedstraße gewohnt und hat weiterhin Kontakt mit vielen Frauen, die immer noch dort leben müssen.

Offizielle Verantwortlichkeit und Do-it-Yourself Praxis
Sie sagt die Probleme mit den Sozialarbeiter*innen sind überall die gleichen. “Ihre offizielle Verantwortlichkeit ist es, dir mit dem Lesen Deiner E-mails, deren Übersetzung, beim Vereinbaren von Terminen mit der LAGeSo, beim Finden von Beratungsstellen zu helfen, Initiativen oder Menschen einzuladen, die Workshops anbieten damit du dich orientieren kannst. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass du in einem sauberen Ort lebst, dass du gesundes Essen kriegst.” Sie sagt: “ Es ist total verquer.” Die Fürsorgepflicht wird täglich verletzt, berichtet sie. Die Sprechzeiten der Sozialarbeiter*innen sind auf ein paar Stunden am Tag reduziert, für mehrere hundert Personen und oft können die Menschen sowieso keinen Nutzen daraus ziehen, weil die erreichbare Person eine andere Sprache spricht. Obendrein kooperieren die Sozialarbeiter*innen oft mit dem Sicherheitspersonal und weigern sich die Verantwortung für das Wohlergehen der Frauen und Kinder zu übernehmen. Was besonders problematisch ist, da das Lager in der Niedstraße extra eingerichtet wurde um besonderen Schutz vor den zahlreichen traumatisierenden Erfahrungen zu bieten, welche die Frauen vorher erfahren haben.

Auf die Frage nach den Bürozeiten erzählt Nira mir, dass das Büro in der Woche am Tag nur eine Stunde geöffnet hat. Am Samstag überhaupt nicht und am Sonntag für zwei Stunden: eine Stunde am Morgen und eine Stunde am Abend. “Nur eine Stunde am Tag für 280 Frauen, die in der Niedstraße leben. Meistens stehen nicht alle Sprachen zur Verfügung, wenn also z.B. eine afghanische Frau zur Sprechstunde geht und nur die russische Angestellte da ist, oder auch ein deutscher Sozialarbeiter, dann kann die Frau nicht mit ihnen sprechen und sie können ihre Anliegen nicht bearbeiten und sie sagen komm morgen, komm morgen. Es ist sehr kompliziert und viele Probleme entstehen deshalb.”

Insgesamt arbeiten sieben Sozialarbeiter*innen im Lager Niedstraße. Zwei Männer und eine Frau die Arabisch sprechen, eine Frau, die Farsi spricht, eine Polnisch, eine Russisch und ein Mann, der nur Deutsch spricht. Ich frage was passiert wenn der/die Sozialarbeiter*in nicht deine Sprache spricht, und sie sagt “Es entsteht ein Chaos, oder sie versuchen es auf Englisch zu machen oder die Frauen versuchen von außen Hilfe zu bekommen und zahlen dafür von den 135€, die sie monatlich erhalten. Es gibt viele Initiativen die kostenlose Übersetzung anbieten aber die Sozialarbeiter*innen nutzen diese Angebote oft nicht.” Für einige Frauen aus den Balkanländern, wie Serbien oder Kroatien, ist es besonders schwierig, da kein/e Sozialarbeiter*in ihre Sprache spricht.

Unter der Woche sind die Bürozeiten von 11 Uhr bis 12 Uhr, wenn eine Frau also einen Termin bei der LAGeSo oder einen Integrationskurs hat, oder wenn eine Frau ihre Kinder zu Schule bringen muss, kann sie an diesem Tag keine Unterstützung kriegen. “Manchmal gibt es lange Schlangen, manchmal muss man eine Stunde sitzen und warten.” Obwohl die Sozialarbeiter*innen den ganzen Tag in dem Büro sind, stehen sie nur ein oder zwei Stunden pro Tag zur Verfügung. Manchmal erhalten die Frauen Briefe vom BAMF oder von der LAGeSo, die eine schnelle Antwort erfordern. “In der Regel erhielten wir die Post am Abend, also kannst du erst am nächsten Tag um 11Uhr Hilfe kriegen.” In diesem Fall müssen die Frauen “draußen” nach Hilfe fragen, von anderen Frauen im Lager oder vom Sicherheitspersonal. Sich auf das Sicherheitspersonal zu verlassen ist gefährlich, da das dieses in eine Machtposition bringt in der sie noch mehr Kontrolle über die Frauen ausüben können.

“Sozialarbeiter*innen vernachlässigen Angelegenheiten gerne, so als wäre es nicht passiert. Sie wissen nicht, was sie damit machen sollen. Meistens wirken sie hilflos und als wären sie nicht ausreichend ausgebildet um mit solchen Angelegenheiten umzugehen.“ Die Leute sind meistens nur 5-10 Minuten bei dem Mitarbeitenden. “Manchmal schicken sie Leute, denen sie nicht helfen wollen einfach wieder rauß. Geh und such Dir selbst eine Übersetzung, ich hab keine Zeit das zu übersetzen. Oder ich kann Dir nicht helfen, ich kann keinen Termin für Dich machen. Such Dir selbst einen Arzt. Wir haben uns als Geflüchteten immer gegenseitig geholfen, aber es ist auch nicht unsere Aufgabe, weil wir kriegen kein Geld dafür, sie kriegen das Geld dafür.”

Und diese “Vernachlässigung”, sagt sie, bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Frauen. Da war diese eine Frau aus Afghanistan und sie hatte 5 Kinder, erzählt Nira mir. “Sie ist von ihrem Mann weggelaufen, weil er sehr gewalttätig war und dann hat sie die Abschiebung erhalten, weil sie nicht zu dem Interview gegangen ist, weil die Sozialarbeiter*innen ihr den Brief nicht rechtzeitig gegeben haben. Das war ein großer Fehler. Sie machen die ganze Zeit Fehler. Sie verstehen nicht, dass das gefährlich ist. Sie behandeln uns mit Nachlässigkeit.” “Einmal war da eine Frau und sie fragte nach einem Arzttermin. Als sie ihr dann endlich einen Termin vereinbart hatten war es ein Termin in einer Privatpraxis und sie musste 50 € zahlen. Wie kann es sein, dass ein*e Sozialarbeiter*in so einen Fehler macht?”

Vor allem Frauen mit vielen Kindern brauchen Hilfe, sagt Nira. “Eine Freundin von mir hat ein Kind und wollte ihn im Kindergarten anmelden und sie haben ihr gesagt, sie solle hingehen und es selber machen. Eine Frau sagte Du suchst eine Wohnung, geh und guck selber im Internet. Du suchst eine Übersetzung: geh und such Dir selber eine. Und dann musst Du losgehen und zusätzlich 20€ für jemanden zahlen, der dir etwas übersetzt oder mit dir mitkommt. Der/die Sozialarbeiter*in wird schon vom Staat bezahlt, aber sie wollen ihre Arbeit offensichtlich nicht tun.

Sie sagen immer, dass sie sich bemühen, erzählt mir Nira, “aber dann siehst du, dass das Essen sehr schlecht ist. Die Toiletten sind die ganze Zeit sehr schmutzig. Die Frauen gehen alleine zum Arzt/zur Ärztin, ohne Übersetzer*in und dann sagt der Arzt oder die Ärztin, nein, ich kann Dir nicht helfen. Ich habe mit einigen Frauen gearbeitet weil ich diesen Ein-Euro-Job gemacht habe. Übersetzen bei der Arztvisite oder anderswo. Ich bin also mit einigen Frauen zur Ärztin/zum Arzt gegangen und diese*r hat mir jeweils gesagt, dass sie/er der Frau das letzte Mal nicht habe helfen können, weil niemand übersetzt hat. Es ist die Aufgabe der Sozialarbeiter*innen, eine Ärztin/einen Arzt zu organisieren, und zwar jemanden, die/der den Frauen helfen kann, die/der die gleiche Sprache spricht.” Sieben Sozialarbeiter*innen sind nicht genug, sagt Nira, “anstatt 80 Securityangestellte zu beschäftigen, von denen 15 pro Schicht arbeiten, wäre es besser, 20 Sozialarbeiter*innen anzustellen.

Nicht aufmucken!

Seit das städtische Gebäude im Februar 2016 zu einem Lager umfunktioniert wurde haben sich die Bewohnerinnen über die Sozialarbeiter*innen, das Essen und die Sicherheitsangestellten beschwert. Aber im April 2017 wurde eine erste schriftliche Beschwerde verfasst, unterschrieben von 90 Bewohnerinnen, erzählt mir Nira. “Es hat damit angefangen, dass das Essen schlecht war, was 90 Frauen unterschrieben haben, und es gab eine Beschwerde von einigen Frauen, dass die Sozialarbeiter*innen sie respektlos behandeln, manchmal auch verbal aggressiv werden, wie z.B. sie anzuschreien. Sozialarbeiter*innen haben die Frauen damit bedroht, dass sie rausgeschmissen würden oder sie die Polizei rufen würden. Und die ganze Zeit haben die Sozialarbeiter*innen probiert zu bestreiten, dass dies passiert sei – nein, es gibt keine Probleme – obwohl die Probleme mit einer Kamera dokumentiert wurden. Es war die gleiche Situation wie im Tempelhof Lager. Die Sozialarbeiter*innen haben jeweils gesagt, nein, es gibt keine sexuelle Gewalt gegen Frauen hier, und dann wurden sie durch eine sechsmonatige IRIN Untersuchung in Berliner Lagern überführt, die eine Menge sexueller Gewalt gegen Frauen ans Licht gebracht hat.”

Was die Frauen und Kinder in den Lagern brauchen

“Es sollte keine Security, aber dafür mehr Sozialarbeiter*innen geben, wenigstens eine/r von jeder Sprachgruppe und auch sollte ihr Büro den ganzen Tag offen sein. “, fordert Nira. ” So dass die Frauen wenn sie ein Problem haben Hilfe kriegen können. Das ist ihre Arbeit, Soziale Arbeit. An dem Ort an dem ich jetzt lebe, ist das Büro bis 17 Uhr auf, von 9 bis 17 Uhr. Manchmal gehst Du hin und sie sind beschäftigt, aber dann weißt du, dass sie beschäftigt sind, wirklich beschäftig. Dass sie nicht einfach nur rumsitzen und stündlich Pause machen.”

Es sollte alles korrekt ablaufen, sagt Nira. ” Sonst, wenn es keine guten Sozialarbeiter*innen gibt, dann sollten wir alle Lager abschaffen und schließen und die Menschen in Häusern leben lassen und wenn man Hilfe braucht dann tritt man mit einer Beratungsstelle in Kontakt. Weil die machen ihre Arbeit offensichtlich ziemlich gut, sie strengen sie an. Man sieht, dass sie sich Mühe geben. Sie sind auch Sozialarbeiter*innen, aber man sieht, dass sie sich anstrengen, nicht so wie die Sozialarbeiter*innen in der Niedstr. Vor allem, sie kriegen ja auch Unterstützung von Schöneberg hilft – das sind Freiwillige, aber auch Leute, die mithelfen können. Die Verantwortung liegt nicht nur bei ihnen, aber auf jeden Fall machen sie keine gute Arbeit.”

 

 

English

“Your work it to protect us!” The do-it-yourself practice at the lager at Niedstraße. From an expert of survival (*name changed).

I meet Nira in a park somewhere in south-west Berlin. Nira and I agreed to meet up regularly to write smaller articles about the situation in lagers in Berlin. This time we want to talk about her experience with social workers at the lager at Niedstraße, a lager for women and children in Friedenau. Around 320 women and 80 children live there. The lager is run by the social initiative Niederlausitz (SIN – Soziale Inititative Niederlausitz). Nira lived at Niedstraße for about 10 months and is still in contact with many women who are still forced to live there.

Official responsibility and “do-it-yourself” practice

“Their official responsibility is to read and translate official letters for you, to help you to make appointments with LAGeSo (State Office for Health and Social Affairs), to clarify questions and to support you in finding a Beratungsstelle (counselling centre) if you are in need of one”, Nira shares. “Their work is to make sure you live in a clean, healthy place. That you get good healthy food”. But there is a big gap between official responsibility, job description, and her lived experienced with social workers in different lagers. “Everything is messed up”, she says. Availability is reduced to a few hours a day (for a few hundred people!) and often social workers are not able to communicate with the women because of language barriers.

Asking about the office hours Nira tells me that during the week the office is open only one hour a day. Saturday not at all and Sunday 2 hours: one hour in the morning and one hour in the evening. “Its only one hour a day for 280 women that live at Niedstraße. Most of the time there are not all of the languages available so for example one Afghan women would go and there was only a Russian or Germany employee working. She cannot talk to them and they cannot solve her issues and they just say come back tomorrow, come tomorrow. It´s very complicated and many problems happen because of this.”

There are seven social workers at Niedstraße in total. Two men and one women speaking Arabic, one women speaking Farsi, one Polish, one Russian and one man that speaks German only. What happens if the social worker doesn’t speak your language, I ask, and Nira says “Things get messed up, they try to do it in English or the women try to get help from outside and pay it from the 135 euros they are receiving. There are many initiatives that offer free translation but the social workers often don’t make use of them.” For some women from Balkan countries such as Serbia or Croatia its particularly difficult because no social worker at Niedstraße speaks their language.

During the week the office hours are from 11am-12pm so if a woman has an appointment with LAGeSo, an integration course or has to take her children to school, she is not able to see a social worker. “Sometimes there are long queues, sometimes you have to sit and wait for an hour.” Even though the social workers are in the office all day they are only available for one or two hours a day. Often women receive letters from the BAMF or LAGeSO that require an urgent response. “We used to get the mail in the evening so you can’t get help until the next day at 11am.” In that case the women need to ask for help from “outside”, ask other women in the lager or security staff. But becoming dependent on security staff is dangerous, Nira says, as it puts them in a position of power in which they are able to exert even more control over the women.

“Social workers at Niedstraße prefer to ignore issues. Like they don’t know what to do about it. Most of the time they seem helpless and like as they didn’t have had enough training to handle such issues”, Nira shares. People usually spend 5-10 minutes with a social worker. “Sometimes they just dismiss people. Go and find a translator yourself, I don’t have time to translate this. Or I cannot help you, I cannot make an appointment for you. You find a doctor yourself. We used to help each other as refugees but it’s also not our work because we don’t get money for it but they do get payed for it.”

And this “negligence” she says, is not without consequence for the women. There was this one woman from Afghanistan and she had 5 children, Nira tells me. “She got deported because she didn’t go to her interview because the social workers did not give her the letter in time. That was a big mistake. They do mistakes all the time. They don’t understand that this is dangerous. They treat us with negligence.” Nira shares another story with me: “There was one women and she was asking for an appointment with a doctor. She had to go several times until they were willing you help her and then they made an appointment for her at a private clinic. When we went there they said to her that she has to pay 50 euro. How comes that the social worker does this mistake?”

Especially women with many children need help, Nira says. “My friend has a child and she wanted to register him for the kindergarten and they told her: go and do it herself. One women said you want to look for apartment on the internet: go and do it yourself. You want to look for a translator: go and do it yourself. And then you have to go and pay extra money. 20 euros for a translator to translate something for you or to come with you. The social worker is already paid by the government but they obviously don’t want to do their work.”

All the time they are saying “we are trying!, Nira tells me, “but then you find the food is very bad. The toilets are very dirty all the time. The women go to the doctor alone without a translator and the doctor is not able to help. I worked with some women because I was doing this 1 euro job. I went with some women to the doctor and the doctor told me that she couldn’t help the women the last time because there was no translator. It’s the work of the social worker to find a doctor, to find a doctor that can help the woman, that speaks the same language.” Seven social workers are not enough, Nira says, “instead of hiring 70 security workers with 15 people working every shift its better to hire 20 social workers.

Don’t speak up!

Since the municipal building became a lager in February 2016 women complained about the social workers, the food and security staff. But in April 2017 there was a first official complaint made, signed by 90 women, Nira tells me. “It got started because the food was bad and there was a complaint from a few women that the social worker are treating them with no respect and sometimes with verbal aggression like shouting at them. And all the time the social workers tried to deny that this is happening although the problems were documented with a camera.”

What happened after the complaint, I ask. Nira tells me that they threatened the women so they would get afraid and withdraw the complaint. The women were told that if they make another protest within the lager they will be deported by LAGeSo. In the end of April 2017 – after the complaint – the regional manager of the SIN, Nira says, “was shouting at us as we were slaves, as if we had no rights and then he was protecting the security and the social workers”.

What the women need

“There should not be security and there should be more social workers at least one from every language group and also their office door should be open all day long”, Nira demands. “So when women have a problem they can go and get help. That´s their work, social work. In the place I´m living now the office is open until 5pm, from 9am to 5pm. Sometimes you go and they are busy. Really busy. Not sitting and drinking coffee and having a break every hour.“

Things should be done correctly, Nira says. “Otherwise if there are no good social workers, we should abolish, close all the lager and let people live in houses and then when you need help you can get in touch with a Beratungstelle (counselling centre). Because apparently they do their job quite well. They are also social workers but you can see they are trying hard not like the social workers at Niedstraße. Especially because at Niedstraße they also get help from the initiative Schöneberg hilft – its volunteers but they are also people that can help. It’s not all the responsibility on them but they still don’t do a good job.”


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